Ver­misch­tes

10. Juni 2021

Neuer Präsident für den Kassenvorstand AK81

Alex Schönenberger hat per 1. Januar 2021 das Präsidium des Kassenvorstands der Ausgleichskasse «Versicherung» (AK81) übernommen. Bis zum Frühjahr 2020 war er Fachverantwortlicher Wirtschaft und Arbeitgeberfragen beim SVV. Die Ausgleichskasse erbringt Dienstleistungen im Sozialversicherungsbereich. Sie hat 1240 Mitglieder. Rund 50’000 Versicherte und 13’000 Rentnerinnen und Rentner sind ihr angeschlossen. Die Ausgleichskasse «Versicherung» zieht einerseits Beiträge für die AHV, IV, EO und ALV (rund 660 Mio. Franken im Jahr 2020) ein. Andererseits obliegt ihr die Auszahlung von Geldleistungen der AHV, IV und EO (rund 330 Mio. Franken im Jahr 2020). Der SVV und der SVVG, der Schweizerische Verband der Versicherungs-Generalagenten, haben die Ausgleichskasse 1948 zum Inkrafttreten der AHV gegründet. Der Geschäftsstelle der Ausgleichskasse «Versicherung» ist auch der Betrieb der Familienausgleichskasse «Versicherung» FAK81 übertragen. Etwas über 65 Millionen Franken Beiträge und Leistungen für Familienzulagen werden im Bereich der FAK abgewickelt.

www.ak81.ch

Alex Schönenberger

Alex Schönenberger hat per 1. Januar 2021 das Präsidium des Kassenvorstands der Ausgleichskasse «Versicherung» (AK81) übernommen.

Neuer Auftritt

Als Hauptsponsor von Compasso engagieren sich die Privatversicherer für die berufliche Integration. Ein neuer Internetauftritt unterstützt die Arbeitgeber.

Ende November 2020 hat Compasso, das Netzwerk für berufliche Integration, seine Internetseite neu gestaltet. Damit finden Arbeitgeber noch einfacher die notwendigen Informationen. Compasso engagiert sich für den Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit von Arbeitnehmenden. Dazu stärkt es die Fähigkeit der Arbeitgeber, gesundheitliche Probleme von Arbeitnehmenden früh zu erkennen. Zudem fördert Compasso die Wiedererlangung der Arbeitsmarktfähigkeit der Arbeitnehmenden. Hierzu unterstützt das Netzwerk die Arbeitgeber im Prozess der Reintegration mittels Sensibilisierung, Bereitstellung von Instrumenten und Lösungsansätzen sowie der Koordination der Systempartner und der Systemunterstützung.

Der SVV unterstützt Compasso seit 2015 als Hauptsponsor. «Schliesslich können alle Versicherer, die Personenschäden behandeln, Leistungsaufwendungen sparen, wenn Personen im erwerbsfähigen Alter einer Arbeit nachgehen», sagt Bruno Soltermann, Chefarzt und Leiter der Arbeitsgruppe Personenschaden und Reintegration des SVV, der nach mehr als 20 Jahren beim SVV im Juli 2021 in Pension geht. Privatversicherer können zudem selbst als Arbeitgeber von den Instrumenten von Compasso profitieren. Auch passt das Engagement hervorragend zu drei strategischen Zielen des SVV: der angemessenen Regulierung, der Arbeitgeberpolitik und der Verankerung der Nachhaltigkeit. Soltermann: «Mit Compasso zeigen Versicherer und Arbeitgeber zusammen mit Behindertenverbänden, dass sie in Eigenverantwortung die Integration von Menschen im Arbeitsprozess vorantreiben.»

www.compasso.ch

Quantensprung bei Hageldaten

Hagel gehört zu den grössten Naturgefahren in der Schweiz. Die Versicherungswirtschaft hat deswegen die Erarbeitung der neuen Hagelkarte unterstützt.

«Die Erarbeitung der Hagelkarten im Rahmen einer Private-Public-Partnership zeigt die Bedeutung von Risikopartnerschaften, um gemeinsam den Herausforderungen von Grossrisiken zu begegnen», sagt Gunthard Niederbäumer. Der Leiter Bereich Nichtleben und Rückversicherung beim SVV sagt: «Die am 7. Mai 2021 präsentierten Hagelkarten stellen einen Quantensprung in der Qualität der Hageldaten dar.» Die Karten basieren auf modernsten wissenschaftlichen Methoden und bieten vielfältige Anwendungen. «Sie geben nicht nur Auskunft über die Hagelhäufigkeit je nach Gebiet, sondern auch über die Grösse der Hagelkörner, mit welcher je nach Region gerechnet werden muss», erläutert Niederbäumer. Gleichzeitig zeigen die Karten klar: Je grösser die Hagelkörner, desto seltener fällt ein solcher Hagel. Die Verknüpfung dieser Dimensionen ist für die Privatassekuranz von zentralem Wert. Damit lassen sich Hagelrisiken so präzis wie möglich ermitteln. Versicherer können folglich noch besser bei der Auswahl von sinnvollen und effizienten Präventionsmassnahmen beraten.

Auch für die Festsetzung der Prämien sind die Hagelkarten hilfreich. Zwar kennt die Elementarschadenversicherung (Gebäude, Hausrat und Fahrhabe) eine Einheitsprämie. Aber Hagelschäden an Autos, aber auch an Booten oder Anlagen wie Bergbahnen oder landwirtschaftlichen Kulturen wie Obstbäumen, Reben oder Getreide werden über den freien Markt mit risikogerechten Prämien versichert.

Die detaillierten Daten ermöglichen eine genauere Berechnung der Risiken. Dies unterstützt eine präzise Tarifierung durch die Versicherer. Die Karten helfen den Versicherern zudem bei der Bewertung ihrer Portfolios. «Sie erkennen kumulierte Hagelrisiken und können beispielsweise mit einer Rückversicherung darauf reagieren», nennt Gunthard Niederbäumer einen weiteren Nutzen. Erarbeitet wurde die Hagelkarte unter der Leitung von MeteoSchweiz von vier Bundesämtern, der Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherungen, der Schweizerischen Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein und dem Schweizerischen Versicherungsverband.

www.hagelklima.ch

«Qualitätswettbewerb statt Planwirtschaft»

Joachim Eder, Präsident Kommission Gesundheitspolitik von economiesuisse

Joachim Eder, Präsident der neu geschaffenen Kommission Gesundheitspolitik von economiesuisse.

Joachim Eder, weshalb braucht es die neue Kommission? 

Joachim Eder: economiesuisse reagiert mit der Bildung einer eigenen Kommission auf die grosse Bedeutung des Themas Gesundheit, welche als Megatrend mittlerweile alle Bereiche unseres Alltags durchdringt. Es war höchste Zeit, die bereits bestehende Arbeitsgruppe aufzuwerten. Damit erhalten gesundheitspolitische Fragen denselben Stellenwert wie die Bereiche Infrastruktur, Recht, Bildung/Forschung, Energie/ Umwelt, Aussenwirtschaft, Finanzen/Steuern und Wettbewerb, für die es bereits Kommissionen gibt.

Welches sind die dringendsten Herausforderungen in der Gesundheitspolitik?

Wir müssen die Gesundheitskosten mit den steigenden Krankenkassenprämien in den Griff bekommen. Auch die nachhaltige Sicherung unserer Sozialwerke (AHV und berufliche Vorsorge) ist gesundheitspolitisch dringend. Nötig sind zudem mehr Transparenz und Koordination, Qualitätswettbewerb statt Planwirtschaft, einheitliche Finanzierungsflüsse in der ambulanten und stationären Medizin sowie eine Korrektur der fehlgeleiteten Anreize. Überdies rückte durch die Coronapandemie die Bedeutung der Versorgungssicherheit in den Vordergrund.

Was hat Sie an dieser Aufgabe gereizt?

Als ehemaliger Gesundheitsdirektor des Kantons Zug, aber auch als Ständerat legte ich immer grossen Wert auf ein freiheitliches, innovatives und finanziell tragbares Gesundheitswesen. Leider tendierten die Reformen der letzten Jahre vermehrt in Richtung Zentralismus, statt den Weg des regulierten Wettbewerbs konsequent weiterzugehen. Mit der stark besetzten Kommission will ich mich dafür engagieren, dass private Initiativen erhalten bleiben und der staatliche Fussabdruck massvoller wird. Wir wollen ein Fachgremium mit Schlagkraft sein. Schliesslich lagen die Gesundheitsausgaben laut Prognosen im letzten Jahr bei rund 85,5 Milliarden Franken oder 11,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts.

www.economiesuisse.ch

Neuer Vizepräsident für die BFU

Christoph Bühler, Vizepräsident BFU-Stiftungsrat

Christoph Bühler vertritt ab 2021 den SVV als Vizepräsident im BFU-Stiftungsrat.

Christoph Bühler vertritt ab 2021 den SVV als Vizepräsident im BFU-Stiftungsrat, der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Er ist Leiter Personenversicherungen und Mitglied der Direktion der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG. Im Stiftungsrat nehmen zudem Samuel Grossenbacher, die Mobiliar, Marc Lambert, Groupe Mutuel, und Irène Hänsli vom SVV die Interessen der Privatversicherer wahr. Vertreterinnen und Vertreter der Suva und der übrigen Versicherer stellen die weiteren Stiftungsrätinnen und -räte. Das Präsidium hat die Suva inne. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung erfüllt einen gesetzlichen Auftrag zur Unfallprävention für Nichtberufsunfälle. 

www.bfu.ch

Selbstregulierung der Versicherer

Rechtsanwältin Christina Brugger hat am 1. Januar 2020 die Geschäftsführung der Selbstregulierungsorganisation des Schweizerischen Versicherungsverbandes SRO-SVV übernommen. Die SRO-SVV besteht seit 1999 als eigenständiger Verein. Sie erfüllt die Anforderungen zur Selbstregulierung gemäss dem Bundesgesetz zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor. Sie ist von der Finma mandatiert, im Rahmen der Selbstregulierung die Einhaltung der Geldwäschereivorschriften ihrer Mitglieder zu überwachen und sich mit ihren Milizgremien für eine praxisnahe, effiziente Geldwäschereibekämpfung einzusetzen. 

www.sro-svv-ch

Christina Brugger

Christina Brugger hat am 1. Januar 2020 die Geschäftsführung der Selbstregulierungsorganisation des Schweizerischen Versicherungsverbandes SRO-SVV übernommen.

Unabhängige Schlichterin

Die Ombudsstelle der Privatversicherer und der Suva verzeichnete 2020 eine leichte Zunahme bei den behandelten Fällen.

Dank der Anfang 2020 erfolgreich digitalisierten Arbeitsprozesse konnte die Ombudsstelle der Privatversicherer und der Suva auch im Lockdown ihre Dienstleistung uneingeschränkt aufrechterhalten. Dabei verzeichnete sie eine leichte Zunahme bei den behandelten Fällen von 1,7 Prozent: 3350 Anfragen und Beschwerden bearbeitete sie im vergangenen Jahr insgesamt. Die Ombudsstelle ist eine unabhängige Stiftung. Die Leistung ist für die Versicherten kostenlos. Getragen wird das Angebot von den Versicherern und dient der Lösung und Vermittlung bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den angeschlossenen Versicherern und den Versicherten. Ausserdem beantwortet sie versicherungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Problemen mit dem Versicherer. In 2997 Fällen konnte sie im vergangenen Jahr das Anliegen der Versicherten direkt erledigen. Bei rund 30 Prozent der 1383 schriftlich eingereichten Beschwerden intervenierte die Ombudsstelle beim entsprechenden Versicherer. 77 Prozent der 2020 abgeschlossenen Interventionen konnten mit einem positiven Ergebnis und einer Verbesserung für den Versicherten abgeschlossen werden. Geprägt war das vergangene Jahr auch für die Ombudsstelle von den Auswirkungen der Pandemie. Zum einen verzeichnete sie viele Anfragen zu den Epidemieversicherungen und den Reiseversicherungen. Umgekehrt nahm die Anzahl Anfragen im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung um 20 Prozent ab. Auch in den meisten Bereichen der Privatversicherung verzeichnete die Ombudsstelle eine leichte Abnahme der Fälle.

www.ombudsman-assurance.ch
 

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Arbeitsgruppe Personenschaden und Reintegration hat ihre Dokumentation optimiert und auch 2020 ihre Kurse durchführen können.

Im Berichtsjahr hat die Arbeitsgruppe Personenschaden und Reintegration die Zusammenarbeit zwischen Versicherern und der Ärzteschaft weiter vorangetrieben. Ärzteschaft und Mitarbeitende der Versicherungsgesellschaften finden nun Tipps für die bessere und effizientere Zusammenarbeit dank der Publikationen im Medinfo wie auch in der Schweizerischen Ärztezeitung und im VSAO Journal. Ausserdem hat die Arbeitsgruppe die Fallführungsdokumente angepasst und teilweise verschlankt. Hierzu hat sie die Zwischenberichte auf der SVV-Webseite gelöscht. Diese haben sich als wenig hilfreich erwiesen ohne spezifisches, auf den Fall bezogenes Wissen.

Trotz der Coronapandemie konnte die Arbeitsgruppe die Kurse «Psychische Beeinträchtigung und Eingliederung» durchführen. Die Teilnehmenden schätzten das Angebot. «Die Begeisterung unter den Case Managern ist weiterhin gross, da die Lerninhalte sehr pragmatisch und anhand von konkreten Fällen vermittelt werden», sagt Bruno Soltermann, Chefarzt des SVV und Leiter der Arbeitsgruppe. Die Arbeitspsychiatrie und damit die Zusammenarbeit von Case Managern und Psychiatern werde immer wichtiger. Soltermann sagt: «Viele Patientinnen und Patienten mit Persönlichkeitsstörungen können mit verhaltensbezogenen Behandlungen am Arbeitsplatz behalten oder rasch wieder in die Arbeitswelt integriert werden.»