Der Klimawandel erfordert ein Umdenken

Fokus06. September 2018

Naturkatastrophen können immense Schäden verursachen. Es liegt deshalb im Interesse der Versicherungen, die Umwelt langfristig zu erhalten und so die Umweltrisiken und deren potenziellen finanziellen Folgen möglichst gering zu halten.

Die Klimaveränderung erhöht die Umweltrisiken massiv. Naturkatastrophen können immense materielle Schäden – nicht nur in fernen Ländern verursachen, sondern auch in der Schweiz. Die Überschwemmungen der vergangenen Jahre in der Zentralschweiz, in der Romandie und im Tessin zeigen das deutlich. Aber auch der Mensch kann sich der Folgen des Klimawandels nicht entziehen. Extremtemperaturen begünstigen beispielsweise die Ausbreitung von Krankheiten und deren Überträgern. Der Global Risk Report 2018 bestätigt: Der Klimawandel und seine Folgen stellen grosse Risiken für die globale Wirtschaft dar. Eine weitreichende Klimapolitik ist aus Sicht des SVV deshalb unumgänglich.

Klima und Energie – Ja zur Energiestrategie 2050

Der SVV unterstützt die Energiestrategie 2050 des Bunds. In einem Positionspapier verpflichtete sich die Versicherungsbranche dazu, die Umwelt zu schützen und die gesellschaftliche Entwicklung hin zu ökologischer Nachhaltigkeit zu fördern. Es liegt im Interesse der Versicherungen, die Umwelt langfristig zu erhalten und so die Umweltrisiken und deren potenziellen finanziellen Folgen möglichst gering zu halten. Denn laut Klimaforschung steigt die Zahl der extremen Schäden als direkte oder indirekte Folgen des Klimawandels weiter an. Der SVV steht deshalb für eine weitreichende Klimapolitik und die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein.

Elementarschäden – grösseres Schadenpotenzial

Die Schweizer Bevölkerung und Wirtschaft sind einer Reihe von Naturgefahren ausgesetzt. Diese können zu Todesfällen, Verletzungen und grossem wirtschaftlichem Schaden führen. Allerdings verfügt die Schweiz auch über eine flächenendeckende Elementarschadenversicherung: Alle Versicherungen, die in der Schweiz eine Feuerversicherung anbieten, müssen gleichzeitig auch die Elementarrisiken in die Versicherung einschliessen. Die Klimaveränderung mit ihren neuen Wetterkonstellationen sowie die Erhöhung und Konzentration der versicherten Werte steigern das Schadenpotenzial. Umso wichtiger ist es, eine weitsichtige Klimapolitik zu betreiben.

Naturgefahren gemeinsam begegnen

Im internationalen Vergleich verfügt die Schweiz über einen hervorragenden Schutz vor den Folgen von Naturgefahren. Er funktioniert nach dem Prinzip der Solidarität. Da diese Schadenereignisse mutmasslich in Zukunft jedoch zunehmen dürften, investieren bereits jetzt viele Versicherer in Präventionsmassnahmen – zum Beispiel im Rahmen von Sensibilisierungskampagnen, die der Bevölkerung Verhaltensweisen zum eigenen Schutz aufzeigen sollen. Denn auch die Reduktion von Schadensummen muss in der Schweiz nach dem Prinzip der Solidarität funktionieren. Prävention im Vorfeld, Massnahmen im Katastrophenfall und die Behebung der Schäden danach können nur von allen Beteiligten gemeinsam angegangen werden.