Ver­rech­nungs­steu­er­re­form stärkt den Stand­ort Schweiz

Positionen28. Mai 2021

Der SVV begrüsst die vorgesehenen steuerlichen Standortverbesserungsmassnahmen. Aufgrund wichtiger Synergieeffekte ist die Verrechnungssteuerreform zudem mit einem schrittweisen, aber umfassenden Abbau standortrelevanter Stempelabgaben sowie gezielten Anpassungen beim Beteiligungsabzug zu kombinieren. Die Fremdkapitalaufnahme sowie die Konzernfinanzierung müssen in Zukunft ohne negative Implikationen aus der Schweiz heraus möglich sein.

Die Reform der Verrechnungssteuer ist elementar und hätte zahlreiche positive Effekte

  • Stärkung des Emissionsstandortes und des Fremdkapitalmarktvolumens
  • Rückführung von Konzernfinanzierungsaktivitäten in die Schweiz
  • Ansiedlung und Sicherung von qualifizierten Arbeitsplätzen in der Schweiz
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Unternehmen
  • Wettbewerbsverzerrende «Too-big-to-fail» (TBTF)-Ausnahmebestimmungen für Banken werden hinfällig

Reformen der Verrechnungssteuer im Bereich Obligationen und Konzernfinanzierung sind dringend

Anleihen von Unternehmen werden in erster Linie von institutionellen Anlegern gehalten. Diese weichen infolge Verrechnungssteuer auf ausländische Kapitalmärkte aus. Aufgrund der Verrechnungssteuer begeben Schweizer Konzerne ihre Obligationen und Geldmarktpapiere über ausländische Strukturen. Die Wertschöpfung findet im Ausland statt. Die hiermit verbundenen Arbeitsplätze werden im Ausland angesiedelt. Zudem entstehen den Schweizer Unternehmen Kosten für den Unterhalt der ausländischen Strukturen. Diese Strukturen sind nicht mehr zeitgemäss und stehen in Widerspruch zu den internationalen Transparenzvorgaben.

Der SVV betont einmal mehr die Dringlichkeit der Verrechnungssteuerreform für die Assekuranz, die Gesamtwirtschaft, den Kapitalmarkt, den Finanzplatz und den Standort Schweiz.