Arbeitszeiterfassung: Vertrauen statt Kontrolle

Fokus17. August 2018

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV unterstützt zwei parlamentarische Initiativen (Graber 16.414 und Keller-Sutter 16.423), die sich für die Lockerung der Vorschriften zur Arbeitszeiterfassung einsetzen.

Von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Führungsfunktion, aber auch von Fachspezialistinnen und -spezialisten, wird die Erfassung der Arbeitszeit weniger als Schutz, denn als Kontrolle empfunden. Ein Prozess, der für den Arbeitgeber mit viel administrativem Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist.

Die Unternehmenskulturen der Schweizer Privatversicherer setzen auf Eigenverantwortung und Vertrauen statt auf starre Arbeitsstrukturen und minutiöse Überwachung.

Der SVV setzt sich für eine notwendige Flexibilisierung der Arbeitszeit ein

Dabei soll die heute geltende maximale Jahresarbeitszeit (berechnet aufgrund der maximalen Wochenarbeitszeit) nicht ausgedehnt werden. Auch die Verantwortung der Arbeitgeber für den Schutz und die Gesundheit der Arbeitnehmenden soll gegenüber dem heute geltenden Arbeitsgesetz nicht geschmälert oder reduziert werden.

Das geltende Arbeitsgesetz mit seinen Verordnungen orientiert sich hauptsächlich an der Arbeitswelt einer Industriegesellschaft mit fixen Arbeitsplätzen und Arbeitsmodellen. Die meisten Menschen in der Schweiz arbeiten heute jedoch im Dienstleistungssektor – wie etwa in der Versicherungsbranche.

Flexibilität am Arbeitsplatz zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist ein gewichtiger Faktor für die Attraktivität eines Arbeitgebers. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen selbst entscheiden, wann und wie sie Arbeiten.

Die Schweizer Privatassekuranz ist eine wichtige Säule im Finanzdienstleistungssektor und beschäftigt in der Schweiz rund 50'000 gut qualifizierte Mitarbeitende.