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Meinungsumfrage zur Schweizer Privatassekuranz
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV führt alle zwei Jahre eine Meinungsumfrage bei der schweizerischen Bevölkerung durch. Die Resultate der Umfrage vom Mai 2007 auf einen Blick:


 Bericht zur DemoSCOPE-Meinungsumfrage 2007



Image der Branche als Arbeitgeber
12 Prozent der Bevölkerung würden einer jungen vor der Berufswahl stehenden Person den Einstieg in die Privatassekuranz empfehlen. Im Vergleich dreier Jahre mit anderen Branchen rangieren die Versicherungen im Mittelfeld. Die Reihenfolge der beliebtesten Branchen präsentiert sich unverändert.



Stärken der Versicherer als Arbeitgeber
Der hauptsächliche Grund für eine Empfehlung der Privatassekuranz als Arbeitgeber liegt in der Sicherheit des Arbeitsplatzes. Fast jede zweite Empfehlung der Branche erfolgt aus diesem Motiv. Die befragten Männer nannten den guten Verdienst doppelt so häufig wie die befragten Frauen, dafür war für die Männer die interessante Materie deutlich weniger wichtig als für die Frauen.




KONSUMENTENSCHUTZ

Der Druck der Bevölkerung für Konsumentenschutz in der Versicherungsbranche hat weiter nachgelassen. Zur Zeit wünscht sich ein Fünftel der Bevölkerung einen Ausbau des Konsumentenschutzes in der Versicherungsbranche. Vor zwei Jahren war es noch ein knappes Viertel und vor vier Jahren gar jeder Dritte.




EIGENER VERSICHERER

Zufriedenheit mit eigenem Versicherungsberater
Ein Viertel der Bevölkerung ist mit dem persönlichen Versicherungsberater sehr zufrieden und ein Drittel zufrieden. Jeder Dritte äussert Vorbehalte bezüglich Zufriedenheit mit dem Berater.




Vertrauen in eigene Versicherungsgesellschaft
Das Vertrauen in die eigene Versicherungsgesellschaft zeigt sich unverändert bei über 80 Prozent. Davon haben ein Viertel grosses Vertrauen und 60 Prozent ziemlich grosses Vertrauen in ihre Versicherungsgesellschaft. Der primäre Grund sind gute Erfahrungen. Auch die kompetente und gute Beratung ist für fast jeden Fünften sehr wichtig für die Vertrauensbildung.




WETTBEWERB, PRÄMIEN UND TRANSPARENZ
  
Über Versicherungen informiert
Die grosse Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich recht gut über Versicherungen informiert: 56 Prozent bezeichnen ihren Informationsstand als gut und 14 Prozent sogar als sehr gut. Jeder Vierte fühlt sich nicht ausreichend über die verschiedenen Versicherungsarten informiert.



Unterschiede in Angeboten
Eine knappe Mehrheit von 45 Prozent der Bevölkerung ist der Meinung, dass es grössere Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungsgesellschaften gibt. Eine beachtliche Minderheit von 37 Prozent findet, dass die Angebote im Grossen und Ganzen gleich sind. Fast jeder Fünfte kann sich nicht über Leistungsunterschiede zwischen den Versicherungsgesellschaften äussern.


Versicherungswechsel: Preis versus Vertrauen
Die Einstellung bei einem Versicherungswechsel zeigt eindeutig einen Trend in Richtung «der Preis allein ist nicht entscheidend». Der Preis ist zwar wichtig, aber 72 Prozent der Bevölkerung gewichten das Vertrauen in die Versicherung und die Kundennähe als noch wichtiger.




Beurteilung Preis-/Leistungsverhältnis
Für alle erhobenen Versicherungsarten wird die Prämienhöhe mehrheitlich als angemessen empfunden. Unter Ausschluss jener, die sich nicht zu äussern wussten, beträgt die Zustimmung bei der Hausratversicherung 80 Prozent, der Motorfahrzeugversicherung 66 Prozent und bei den Lebensversicherungen 67 Prozent. Ein Fünftel bis ein Drittel bezeichnet das Preis-/Leistungsverhältnis als nicht angemessen.

Risikodifferenzierte Prämien
Grundsätzlich ist eine steigende Akzeptanz für risikogerechte Prämien klar erkennbar. Die Akzeptanz erhöhte sich binnen zweier Jahre von 55 Prozent Zustimmung auf 68 Prozent. Damit entscheiden sich 2 von 3 Personen für die Prämienberechnung aufgrund von Risikomerkmalen.




VERTRIEBSKANÄLE

Berater unangefochten
Nach wie vor würde die grosse Mehrheit in Zukunft ihre Versicherung am liebsten über einen Berater einer Versicherungsgesellschaft abschliessen. Der neutrale Versicherungsberater/Makler zeigt eine stabile Akzeptanz.




Internet gewinnt langsam an Bedeutung
Das Internet als Weg, um eine Versicherung abzuschliessen, verzeichnete in der Vergangenheit eine steigende Akzeptanz und bleibt nun seit 2005 mit 14 Prozent auf stabilem Niveau. Der Anteil jener, die sich einen Abschluss per Internet zumindest vorstellen könnten, beläuft sich auf knapp 30 Prozent.





PRÄVENTION VON NATURKATASTROPHEN

Die Zuständigkeit für die Prävention von Naturkatastrophen ist für die klare Mehrheit der Bevölkerung Aufgabe des Staates. Die Hälfte der Bevölkerung findet, dass dies ganz Aufgabe des Staates sei und ein weiteres Viertel findet, dass dies zumindest teilweise Aufgabe des Staates sei. Nur eine Minderheit sieht die Zuständigkeit für die Prävention von Naturkatastrophen am liebsten in den Händen der Privatassekuranz.




VERSICHERUNGSMISSBRAUCH
  
Schadet allen Versicherungsnehmern
Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind der Ansicht, dass überhöhte Forderungen an die Versicherungen primär der Gesamtheit der Versicherten schaden. Nur eine Minderheit ist der Meinung, dass der Schaden in erster Linie die Versicherungsgesellschaften trifft.

  


Abklärung und Verfolgung erwünscht
Über 90 Prozent der Bevölkerung befürworten, dass Versicherungen bei Verdacht auf Betrug genauere Abklärungen vornehmen sollen. Es zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede in der Gangart dieser Abklärungen. Die Tendzent verläuft jedoch weiterhin in Richtung konsequenter Abklärungen in allen Fällen.



Forschungskonzept

Grundgesamtheit
Sprachassimilierte Wohnbevölkerung der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 15 bis 74 Jahren.

Stichprobe
Repräsentativstudie mit 1’034 Interviews;
bevölkerungsproportional aufgeteilt auf die 4 WEMF-Gebiete.

Stichprobenverfahren
Die Zielpersonen wurden gemäss Quoten ausgewählt, wobei die Quotierung in den Merk­malen Sprachregion, Siedlungsart, Alter und Geschlecht (interlocked) erfolgte.

Methodik
CAPI-Befragung (Computer Assisted Personal Interviewing):
Die Interviews wurden im Rahmen einer Adhoc-Befragung persönlich (face to face) am Wohnort der Auskunftspersonen durchgeführt.

Zeitpunkt der Befragung
Die Interviews wurden zwischen dem 25. April und dem 20. Mai 2007 realisiert.