BVG – Mindestzins

Ausgangslage

Mit dem Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge müssen die Vorsorgeeinrichtungen das angesparte Alterskapital der Versicherten verzinsen. Der Mindestzinssatz stellt eine Garantie für die Versicherten dar und verpflichtet die Vorsorgeeinrichtungen eine entsprechende Rendite zu erwirtschaften.

Der Mindestzinssatz ist vom Bundesrat unter Berücksichtigung der «Entwicklung der Rendite marktgängiger Anlagen, insbesondere der Bundesobligationen, sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften» festzulegen (Art. 15 Abs. 2 BVG) und mindestens alle 2 Jahre zu überprüfen (Art. 15 Abs. 3 BVG)

Position des SVV

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV wehrt sich grundsätzlich gegen die Festlegung von versicherungstechnischen Grössen der beruflichen Vorsorge über den politischen Entscheidungsprozess. Er fordert deshalb seit langem die Festlegung eines variablen und marktkonformen BVG-Mindestzinssatzes nach einer transparenten, nachvollziehbaren Formel. Die politische Bestimmung des Mindestzinssatzes führt aufgrund unvermeidbarer systematischer Verzerrungen jeweils zu einem überhöhten Wert.

Der BVG-Mindestzinssatz stellt versicherungstechnisch eine Garantie dar, welche die Vorsorgeeinrichtung zwingend erbringen muss. Ein zu hoher Mindestzinssatz ist mit Unsicherheiten verbunden und erfordert eine vorsichtige Anlagestrategie in risikoarme Anlagen. Dies kann die möglichen Erträge verringern, welche den Versicherten zu Gute kommen würden.

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Letzte Aktualisierung am 30. Januar 2014