Am 6. Dezember 2007 haben in Brüssel hochrangige Vertreter der EU und der Schweizer Privatassekuranz über Aufsichtsthemen diskutiert. Die Neuregelung der Solvenzvorschriften ist das derzeit wichtigste Projekt für die europäischen Versicherungsunternehmen. Während die Schweiz mit dem revidierten Versicherungsaufsichtsgesetz bereits eine ganzheitlich risikobasierte Aufsicht eingeführt hat, hat der Ministerrat der EU am 4. Dezember 2007 die Beratungen zum Solvabilität-II-Projekt aufgenommen.
Die Schweizerische Versicherungswirtschaft begrüsst ein flexibleres, prinzipienbasiertes und europaweit harmonisiertes Aufsichtssystem. Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Versicherer wird mit den risikobasierten Eigenmittelanforderungen im globalen Kontext gestärkt.
Die EU ist politisch und wirtschaftlich für die schweizerischen Privatversicherer von grosser Bedeutung. 70% des Prämienvolumens werden im Ausland generiert, davon entfällt rund die Hälfte auf den EU-Raum. Die europäische Gesetzgebung hat einen unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Schweizer Assekuranz in diesem Markt.