Die Schweizer Privatversicherer geben ihrer Betroffenheit Ausdruck über die katastrophalen Unwetterfolgen nach intensiven Regenfällen vom vergangenen Wochenende im Wallis und im Tessin. Diese Betroffenheit gilt vorweg der Tatsache, dass Todesopfer zu beklagen sind. Sie gilt aber auch dem Umstand, dass trotz weitgehender Versicherungsdeckung für die betroffene Bevölkerung und die Behörden eine äusserst schwierige Situation eingetreten ist.
Zürich, 18. Oktober 2000 – Auf Grund der umfangreichen Schäden können im jetzigen Zeitpunkt erst grobe Schätzungen über die Höhe der zu erwartenden Zahlungen durch die privaten Versicherungsgesellschaften gemacht werden. Zur Zeit werden die versicherten Schäden an Fahrhabe und Gebäuden auf Fr. 120 Mio. im Wallis und Fr. 130 Mio. im Tessin geschätzt. In dieser Schätzung nicht enthalten sind Schäden an Fahrzeugen, Infrastrukturanlagen und Betriebsunterbrüche.
Die Bearbeitung der Schadenfälle durch die einzelnen Gesellschaften mit ihren Versicherungsnehmern ist in vollem Gange. Die Schweizer Privatversicherer stehen in Kontakt mit den zuständigen Behörden, um Fragen im Zusammenhang mit der Schadenerledigung, wie Kosten durch Aufräumung, Entsorgung und Rettung im Interesse der Versicherten und der öffentlichen Hand zu lösen.
Seit mehr als 60 Jahren gewähren die privaten Versicherungsgesellschaften ihren Versicherungsnehmern, welche eine Feuerversicherung abschliessen, auch Deckung für Elementarschäden. Bei der Elementarschadenversicherung handelt es sich um ein ausgesprochenes Solidaritätswerk, weil die Prämien in der ganzen Schweiz einheitlich festgesetzt sind, andererseits aber auch weil die Versicherer unter sich einen Ausgleich der Elementarschadenbelastung im Rahmen des Elementarschaden-Pools vereinbart haben, was eine Versicherung in besonders elementarschadengefährdeten Gebieten erst möglich macht.