Für die private Versicherungswirtschaft belaufen sich die Schäden der Unwetter dieser Woche auf 125 bis 155 Millionen Franken. Bei den Versicherungen sind bisher zwischen 6000 und 7000 Schadenmeldungen eingegangen. Die Schadensumme fällt damit deutlich geringer aus als im Rekordjahr 2005.
Zürich, 10. August 2007 – Die intensiven Niederschläge der letzten Tage haben in verschiedenen Regionen der Schweiz grosse Schäden angerichtet. Nach einer Umfrage bei seinen Mitgliedgesellschaften schätzt der Schweizerische Versicherungsverband SVV die versicherten Schäden auf 125 bis 155 Millionen Franken. Diese Summe umfasst Schäden an Hausrat, Geschäftsinventar, übrige Fahrhabe sowie an Gebäuden und landwirtschaftlichen Kulturen. Nicht enthalten sind in dieser Schätzung Schäden an Motorfahrzeugen, Verluste aufgrund von Betriebsunterbrechungen sowie übrige Sachschäden.
Die Unwetter vom 8. bis 10. August 2007 haben damit deutlich geringere Schäden verursacht als die Überschwemmungen vom 20. bis 24. August 2005. Damals hat die private Versicherungswirtschaft Schäden in der Höhe von 1,3 Milliarden Franken ausbezahlt. Mit Blick auf die Unwetter im letzten Juni, die bereits einen Schaden von rund 190 Millionen Franken verursacht haben, zeichnet sich 2007 dennoch als überdurchschnittlich schadenreiches Jahr ab.
Die Privatversicherer versichern die Gebäude in den Kantonen Obwalden, Uri, Schwyz, Appenzell Innerrhoden, Genf, Tessin und Wallis. Hausrat, Geschäftsinventar und übrige Fahrhabe in allen Kantonen mit Ausnahme von Waadt und Nidwalden. Nicht berücksichtigt in der vorliegenden Schadenbilanz sind die Schäden der Kantonalen Gebäudeversicherungen und nicht versicherte Infrastrukturschäden.