Unwetter im Juni verursachen Schäden von rund 190 Millionen Franken

Die Unwetterschäden im Monat Juni belaufen sich für die private Versicherungswirtschaft auf rund 190 Millionen Franken. Die meisten Schäden sind auf die schweren Unwetter vom 7./8. und 20./21. Juni 2007 zurückzuführen. Bei den Versicherungen sind fast 20 000 Schadenmeldungen eingegangen.

Zürich, 27. Juni 2007 – Intensive Niederschläge, Hagel und Stürme haben in verschiedenen Regionen der Schweiz im Monat Juni grosse Schäden angerichtet. Die private Versicherungswirtschaft rechnet nach einer Umfrage des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV bei den Mitgliedgesellschaften mit versicherten Schäden von insgesamt 189 Millionen Franken. Die meisten Schäden entstanden bei den Unwettern vom 7./8. und 20./21. Juni 2007. Besonders stark betroffen war die Region Einsiedeln im Kanton Schwyz. Ebenso die Region Huttwil im Kanton Bern, die gleich zwei Mal von starken Unwettern mit grossen Verwüstungen heimgesucht worden ist.

Die Schäden an Hausrat und Geschäftsinventar belaufen sich auf 89 Millionen Franken. An Gebäuden entstand ein Schaden von 36 Millionen Franken. Bei den Motorfahrzeugen wird mit einer Schadensumme von 40 Millionen Franken bei rund 9000 betroffenen Fahrzeugen gerechnet. Die Schäden an Fahrzeugen sind vor allem auf Hagel zurückzuführen. Die versicherten Betriebsunterbrechungen schlagen mit 20 Millionen Franken zu Buche. Die Versicherungen haben insgesamt rund 20 000 Schadenfälle verzeichnet.

Die Schadenbilanz:
 

  • Elementarschäden
    • Hausrat, Geschäftsinventar, übrige Fahrhabe: 89 Millionen Franken (6600 Schadenfälle)
       
    • Gebäude: 36 Millionen Franken (2800 Schadenfälle)
       
  • Motorfahrzeuge: 40 Millionen Franken (9000 Schadenfälle)
     
  • Betriebsunterbrechungen: 20 Millionen Franken (120 Schadenfälle)
     
  • Übrige Sachschäden: 4 Millionen Franken (800 Schadenfälle)
     

Die private Versicherungswirtschaft war in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder von Ereignissen vergleichbaren oder höheren Ausmasses betroffen. So verursachten die Unwetter im Tessin und Wallis im Jahr 2000 Elementarschäden in der Höhe von 273 Millionen Franken. Die Elementarschäden der Hochwasser vom Mai 1999 beliefen sich auf 169 Millionen Franken. Weit höhere Schäden richteten die Unwetter von Ende August 2005 an. Die Privatversicherer leisteten bei diesem Rekordereignis Schadenzahlungen von insgesamt über 1,3 Milliarden Franken.

Die Privatversicherer versichern die Gebäude in den Kantonen Obwalden, Uri, Schwyz, Appenzell Innerrhoden, Genf, Tessin und Wallis. Hausrat, Geschäftsinventar und übrige Fahrhabe in allen Kantonen mit Ausnahme von Waadt und Nidwalden. Nicht berücksichtigt in der vorliegenden Schadenbilanz sind die Schäden der Kantonalen Gebäudeversicherungen und nicht versicherte Infrastrukturschäden.

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