Unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV konnte die Eröffnung des Pilotpfades des Projektes «schutz.wald.mensch» in Grafenort (OW) stattfinden. Am Beispiel dieses ersten realisierten Pfades des Projektes präsentierten die Vertreter der Trägerschaft (Gown, Silviva und der Schweizer Elementarschaden-Pool) an einer Medienkonferenz ihr modernes Lernkonzept.
Grafenort, 29. Mai 2002 – Stürme wie ‚Lothar’ im Winter 1999 zerstören intakte Wälder und rauben ihnen die Schutzfunktion. Lawinenniedergänge, Steinschlag, Rutschungen und Überschwemmungen sind die unheilbringenden Folgen für die dort ansässige Bergbevölkerung. An acht Orten der Schweizer Gebirgswelt entstehen bis Ende 2003 unter dem Motto «schutz.wald.mensch» naturnahe Erlebniswelten in Form von Lernpfaden. Die Idee ist, Funktion und Bedeutung des Schutzwaldes zu vermitteln: Die Aufrechterhaltung und Pflege dieser Wälder in besiedelten Berggebieten der Schweiz schützen die Bewohner und die Infrastruktur nachhaltig vor Naturgefahren. Die acht Pfade bieten Familien, Jugendlichen, Eltern, Vereinen, Schulen und Lehrkräften, aber auch der breiten Öffentlichkeit die Gelegenheit, das wichtige Thema «Naturgefahren und Schutzwald» selber zu erleben. Mit diesem Projekt fördert die Trägerschaft die Aufklärung über den Wert des Waldes als Schadenprävention. Der Lernpfad Grafenort (OW) wurde als Pilotpfad des Projektes am 29. Mai eröffnet.
Unter den Leitmotiven «Welt in Bewegung» (Naturgefahren) und «Welt bewegen» (handelnder Mensch) ist jeder Pfad mit einer Reihe von thematischen Erfahrungsorten, bestehend aus Betätigungs-Installationen und interaktiven Tafeln ausgerüstet. Die möglichen Aufgaben der Bevölkerung zur entsprechenden Pflege des Waldes bilden den Botschaftsinhalt. Ein Führer pro Pfad in der jeweiligen Landessprache mit ergänzenden Informationen und einer Darstellung der ortsspezifischen Naturgefahren-Gegebenheiten sowie ein Internetauftritt unter www.schutz-wald-mensch.ch vervollständigen das lernorientierte Angebot.
Das Lernpfad-Projekt wird finanziell getragen durch den Elementarschaden-Pool, einem Zusammenschluss von 18 schweizerischen Versicherungsgesellschaften. Es ist dies ein weltweit einzigartiges Solidaritätswerk zugunsten der von Elementargefahren bedrohten Bevölkerung. Der ES-Pool ist organisatorisch dem Schweizerischen Versicherungsverband SVV angeschlossen. Die Planung und Ausführung der Pfade erfolgt durch die Umweltbildungsorganisation Silviva im Auftrag der Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit Wald und Naturgefahren Gown, in welcher kantonale Forstämter, die eidgenössische Forstdirektion und der Waldwirtschaftsverband Schweiz vertreten sind. Die Kosten der eigentlichen Installationen und den Bau derselben tragen die jeweiligen standörtlichen Verantwortlichen (Forstdienste, Gemeinden etc.).