Rolf Dörig neuer Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbandes

Rolf Dörig (gewählter SVV-Präsident), Bundesrat Ueli Maurer, Urs Berger (scheidender SVV-Präsident)

An der heutigen Generalversammlung des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV in Bern haben die Delegierten Rolf Dörig zum neuen Präsidenten gewählt. Urs Berger, sein Amtsvorgänger, unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Dialogbereitschaft in einer sich stets schneller verändernden Welt. Bundesrat Ueli Maurer sprach über massgeschneiderte Regulierung. Nationalratspräsident Jürg Stahl wies auf die zentrale Rolle der Versicherungsbranche für die Schweizer Volkswirtschaft hin.

Bern, 29. Juni 2017 – Urs Berger hat an der heutigen Generalversammlung nach sechs Jahren an der Verbandsspitze sein Amt als Präsident des SVV abgegeben. Zum neuen Präsidenten haben die Delegierten Rolf Dörig gewählt. Er ist seit 2009 Präsident des Verwaltungsrates der Swiss Life Holding. Zuvor war er Delegierter des Verwaltungsrates und Präsident der Konzernleitung von Swiss Life. «Ich freue mich über die Wahl und auf die Zusammenarbeit mit der Branche», sagt Rolf Dörig. «Die Versicherungswirtschaft ist für unser Land von grosser Bedeutung. Nach wie vor stehen wir vor wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen, die wir weiterhin angehen müssen.»

Als Nachfolger von Ivo Furrer, ehemaliger CEO der Swiss Life Schweiz, haben die Delegierten Markus Leibundgut, CEO Swiss Life Schweiz, in den Vorstand gewählt.

Die Verdienste von Ivo Furrer wurden von Urs Berger ebenso gewürdigt wie jene von Lucius Dürr. Dieser ist nach 15 Jahren als Direktor des SVV auf Ende letzten Jahres zurückgetreten. Thomas Helbling hat seither die Nachfolge als Direktor übernommen.

Wandel und Umbrüche erfordern Dialog

In seinem Präsidialreferat stellte Urs Berger fest, wie sehr sich die Welt während seiner Amtszeit verändert hat. Währungsschwankungen und Tiefzinsen, zunehmend polarisierte politische Landschaften und der technologische Wandel wirken sich auch auf die Versicherungswirtschaft aus. Um diese Umbrüche zu bewältigen, braucht es den Beitrag aller Beteiligten, auch der Versicherer, und die Bereitschaft zum Dialog.

Bundesrat Ueli Maurer sagte in seinem Referat, dass die Versicherungswirtschaft in einer unsicheren Welt Sicherheit und Stabilität verkörpere. Der Finanzminister wies im Weiteren auf die Notwendigkeit von Regulierung hin, um wettbewerbsfähig und glaubwürdig zu sein. Gleichzeitig müsse die Regulierung jedoch möglichst wenig kosten. Dafür seien auf die Bedürfnisse der Branchen zugeschnittene Lösungen nötig.

Nationalratspräsident Jürg Stahl zeigte die Bedeutung der Versicherungsbranche für die Schweizer Volkswirtschaft auf. Die Abdeckung von Risiken fördert das Unternehmertum. Dass die Schweizer Wirtschaft verschiedene «Schocks» so gut überstanden hat, sei auch das Verdienst der Versicherungsindustrie.

Letzte Aktualisierung am 21. August 2017