Die schweren August-Unwetter haben für die Privatversicherer Schäden in der Höhe von 1.335 Milliarden Franken angerichtet. Dies hat eine weitere Hochrechnung des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV bei seinen Mitgliedgesellschaften ergeben. Den Privatversicherern sind über 36'000 Schadenfälle gemeldet worden.
Zürich, 27. September 2005 – Die Überschwemmungen vom 20. bis 24. August 2005 in weiten Teilen der Schweiz haben mehr Schäden angerichtet als zuerst angenommen. Nach einer zweiten Hochrechnung des SVV belaufen sich die Schäden für die Privatversicherer auf rund 1.335 Milliarden Franken. Nicht eingeschlossen sind die Gebäudeschäden, die die kantonalen Feuerversicherungen decken. Ebenfalls nicht enthalten sind Schäden an der Infrastruktur wie Strassen oder Bahnen sowie Flurschäden.
Hausrat und übrige Fahrhabe: 700 Millionen Franken (21'783 Schadenfälle)
Gebäude: 250 Millionen Franken (4’483 Schadenfälle)
Betriebsunterbrechung: 200 Millionen Franken (2'150 Schadenfälle)
Motorfahrzeugkasko: 90 Millionen Franken (6’000 Schadenfälle)
Übrige Sachschäden: 95 Millionen Franken (2'100 Schadenfälle)
Eine Woche nach den Unwettern sind die Privatversicherer noch von einem Schaden von 805 Millionen Franken ausgegangen. Die folgenden Schadenaufnahmen zeigten jedoch, dass die Verwüstungen massiver ausfielen als erwartet. Auch sind laufend weitere Schadenmeldungen eingegangen. Im Vordergrund stehen bei den Versicherern nun die rasche Schadenbehandlung und Auszahlung der Versicherungsleistungen.
Die Privatversicherer versichern die Gebäude in den Kantonen Obwalden, Uri, Schwyz, Appenzell Innerrhoden, Genf, Tessin und Wallis, Hausrat und übrige Fahrhabe in allen Kantonen mit Ausnahme von Waadt und Nidwalden.