Generalversammlung – Fokus auf den «Customer Value»

Hansjörg Frei, SVV-Präsident

Hansjörg Frei, SVV-Präsident

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV hielt am 5. Juni die 72. ordentliche Generalversammlung in Zürich ab. Neu in den Vorstand gewählt wurde Hans-Jürg Bernet, CEO Zürich Schweiz; er tritt an die Stelle von Peter Eckert, Zurich Financial Services. Zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses Leben wurde Josef Bättig, Mitglied der Geschäftsleitung Zürich Schweiz, gewählt; er tritt die Nachfolge von Roland Chlapowski, Swiss Life, an.

Zürich, 5. Juni 2002 – In seinem Referat ging Hansjörg Frei, Präsident des SVV, auf das schwierige Umfeld der Schweizer Privatversicherer ein. Insbesondere befasste er sich mit den Kritiken am Engagement der Privatassekuranz in der beruflichen Vorsorge und mit den Vorbehalten gegenüber der 1. BVG-Revision. Weiter behandelte er die Bemühungen der Versicherungswirtschaft, Lösungen zu finden für die Deckung von Terrorismus-Risiken.

Matthias Haller, Professor für Risiko-Management an der Universität St.Gallen, stellte sein Gastreferat unter den Titel «Versicherung – eine Branche mit MehrWert». Der Präsident des Instituts für Versicherungswirtschaft geht davon aus, dass den integrativen Tendenzen im Allfinanz-Bereich künftig eine deutliche Fokussierung auf den «Customer Value» der Versicherung gegenüberstehen wird. Waren die 90er Jahre durch eine übertriebene Gleichschaltung von Versicherungen und Banken – nicht zuletzt im Zeichen der Finanzmarktorientierung, der Optimierung der «Produktion» und des Börsenwertes der Firmen – gekennzeichnet, so ist der Referent überzeugt, dass die kommenden Jahre den Wert der Leistungen für die Kunden in den Mittelpunkt rücken. Unter dieser Perspektive werden Finanzleistungen und potentielle Betreuungsleistungen (Care) auf die selbe Stufe gestellt, und es werden jene Firmen erfolgreich sein, die der Beziehung zum Kunden und den kommunikativen Aspekten Bedeutung beimessen.

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