Generalversammlung – Bundesrat Villiger zur nachhaltigen Finanzpolitik

Hansjörg Frei, Präsident des SVV, anlässlich der Generalversammlung.

Hansjörg Frei, Präsident des SVV, referierte anlässlich der Generalversammlung über die Versicherungsaufsicht.

In St. Gallen fand am 14. Juni 2001 die Generalversammlung des Schweizerischen Versicherungsverbands SVV statt.

St. Gallen, 14. Juni 2001 – Als Gastreferent ging Bundesrat Kaspar Villiger auf die vier Leitmaximen unserer Finanzpolitik ein, nämlich die Nachhaltigkeit, die Standortattraktivität, die Wettbewerbsfähigkeit und Integrität des Finanzplatzes sowie die Stärkung der bundesstaatlichen Substanz. Daraus leitet der Finanzminister das «magische Dreieck der Finanzpolitik» ab: eine Begrenzung der Verschuldungsquote, eine im Vergleich zu den Konkurrenzländern tiefe Steuerquote sowie effiziente Staatsleistungen. Bundesrat Villiger warnte in seinem Referat vor einem neuen Staatsquotenschub, der früher oder später wieder zu höheren Steuern führen müsste.

Der Präsident des SVV, Dr. Hansjörg Frei (Winterthur), stellte sein Referat unter den Titel «Kurswechsel in der Versicherungsaufsicht?» Die schweizerische Aufsicht steht unter einem erhöhten Reformdruck. Die laufende Revision des Versicherungsaufsichtsgesetzes VAG, Vorschläge für eine «integrierte Finanzmarktaufsicht», neue Entwicklungen in der EU sowie «Standards» der Internationalen Vereinigung der Aufsichtsbehörden überlagern sich gegenseitig und erwecken den Eindruck einer gewissen Reformhektik. Frei vertrat demgegenüber das Festhalten am helvetischen Pragmatismus, der den Schutz der Versicherten seit über 100 Jahren garantiert hat. – Neu in den Vorstand des SVV gewählt wurde Roland Chlapowski (Rentenanstalt / Swiss Life), der die Nachfolge von Dr. Manfred Zobl (Rentenanstalt / Swiss Life) antritt.

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