Die Höhere Fachschule Versicherung ist gestartet. 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in Bern und Zürich ihr berufsbegleitendes Studium aufgenommen, um es in drei Jahren mit dem eidgenössischen Diplom zum Versicherungswirtschafter HF abzuschliessen. Die Höhere Fachschule Versicherung ist eine Initiative der Schweizer Versicherungswirtschaft mit dem Ziel, den angehenden Führungs- und Fachkräften eine fundierte und praxisorientierte Weiterbildung anzubieten und die Berufsbildung im Versicherungsbereich zu stärken. Die Möglichkeit eines Übertritts in die Fachhochschulen ist in Planung.
Zürich, 28. September 2007 – Mit der Höheren Fachschule Versicherung HFV haben Fachkräfte aus der Versicherungswirtschaft die Möglichkeit, sich mit einer nicht-universitären Weiterbildung neue Perspektiven für ihre Karriere zu schaffen. Für die Privatversicherer ist diese anspruchsvolle und attraktive Ausbildung Ausdruck ihres zunehmenden Bedürfnisses nach qualifizierten Fach- und Führungskräften.
Die Ausbildung orientiert sich an den Geschäftsprozessen in der Versicherungswirtschaft und vermittelt Inhalte und Fähigkeiten, die exakt auf die Bedürfnisse der Versicherungspraxis zugeschnitten sind. Um diese Prozesse wie Produkt-, Risiko-, Schaden-, Leistungs- und Dienstleistungsmanagement, Vertrieb und Support verstehen und anwenden zu können, wird in den ersten zwei Jahren ein versicherungsspezifisches Basis- und Branchenwissen aufgebaut. Auch Innovationskraft und Reflexionsfähigkeit werden bewusst gefördert, dies insbesondere in Form von spezifisch aufbereiteten und darauf ausgerichteten Übungssequenzen.
Der Weg zum diplomierten Versicherungswirtschafter HF oder zur diplomierten Versicherungswirtschafterin HF ist abwechslungsreich: Während des dreijährigen berufsbegleitenden Studiums müssen rund 2’900 Lernstunden absolviert werden, davon sind 1'100 Präsenzstunden, 1'200 Selbststudium und 600 Stunden sind für Qualifikationsarbeiten vorgesehen. Das ergibt rund 20 Stunden Aufwand pro Woche. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer Diplomarbeit. Das Studium beginnt jeweils im Herbst.
Anders als beim reinen Frontalunterrichts profitieren die Studierenden an der HFV von den Vorteilen der «Blended Learning Methode». Die Ausbildung fördert mit einem vergleichsweise hohen Anteil an Selbststudium und verschiedenen Formen von Teamarbeit die Entwicklung von Selbst(lern)- und Sozialkompetenzen. Diese sind für die Führungsverantwortung ein Schlüssel zum Erfolg. Im Präsenzunterricht werden die gelernten Inhalte mit praxiserprobten Dozenten anhand von Fallbeispielen und Diskussionen vertieft und angewendet. Im virtuellen Lernraum finden die Studierenden Arbeitsanleitungen, Dokumente, Lernunterstützung und Einzel- oder Gruppenarbeiten zu ausgewählten Themen. Der Wissenstransfer in die Praxis wird mit eigens dafür konzipierten Arbeitsaufträgen und bewerteten Praxisberichten sichergestellt.
Der Lehrgang, der mit einem eidg. anerkannten Diplom HF abschliesst, ist ein ausgezeichneter Leistungsnachweis für die weitere berufliche und persönliche Entwicklung und kann ein Karrieresprungbrett sein. In den Studiengebühren von rund 24'000 Franken ist alles inbegriffen, von den Unterrichtsunterlagen bis zu den Prüfungsgebühren.
Die Bildungsgänge für den Fachausweis und die Höhere Fachschule ergänzen sich. Wer den eidgenössischen Fachausweis Versicherungsfachmann oder -fachfrau besitzt, kann das Studium an der HFV auf zwei Jahre verkürzen. Der Übergang von der HFV zu Weiterbildungsangeboten an Höheren Fachschulen und Fachhochschulen sowie der Übertritt in die höheren Semester der Fachhochschulen zum Bachelor of Business Administration BBA ist in Planung.
Im Bereich Höhere Fachschulen für Wirtschaft sowie Bank und Finanz hat sich AKAD Business als führender Partner für die Konzeption und Durchführung von neuen Lehrgängen positioniert. Die AKAD Business bietet im Auftrag des Berufsbildungsverbandes der Versicherungswirtschaft VBV diesen neuen Weiterbildungslehrgang HFV an.