Entschädigung nach den Unwetterschäden im Wallis vom Oktober 2000

Vertreter der Walliser Gemeinde Baltschieder und der Privatversicherer unterzeichnen heute die Vereinbarung über die pauschale Entschädigung für die im Rahmen der Gebäudeversicherung gedeckten Räumungskosten in der Höhe von rund 2.5 Millionen Franken. Grosse Teile des bewohnten Gemeindegebietes wurden am 15. Oktober 2000 nach intensiven Regenfällen mit Schutt und Geschiebe massiv überflutet.

Zürich, 1. Oktober 2001 – Von den 2.5 Millionen Franken waren bereits letzten Herbst 1 Million Franken als Vorausleistung erbracht worden. Die Gemeindepräsidentin Renata Imseng dankte den Vertretern des Elementarschaden-Pools (ES-Pool) für die Präsenz im Schadengebiet und für die Soforthilfe. Die Bevölkerung des zirka 1’100 Menschen zählenden Dorfes konnte rechtzeitig vor dem Grossschadenereignis evakuiert werden. Glücklicherweise waren keine Todesopfer zu beklagen.

Die Privatversicherer werden durch den ES-Pool vertreten. Bruno Schiess, Präsident des ES-Pools, betonte die gute Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern, die für die reibungslose Erledigung des Grossschadenereignisses in Baltschieder ausschlaggebend gewesen war. In den anderen geschädigten Walliser Gemeinden ist die Abwicklung der Schäden zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften und ihren Kunden noch im Gange oder bereits abgeschlossen.

Seit mehr als 60 Jahren gewähren die privaten Versicherungsgesellschaften ihren Kunden, welche eine Feuerversicherung abschliessen, auch Deckung für Elementarschäden. Bei der Elementarschadenversicherung handelt es sich um ein ausgesprochenes Solidaritätswerk, weil einerseits die Prämien in der ganzen Schweiz einheitlich festgesetzt sind, andererseits aber auch weil die Versicherer unter sich einen Ausgleich der Elementarschadenbelastung im Rahmen des ES-Pools vereinbart haben, was eine Versicherung in besonders elementarschadengefährdeten Gebieten erst möglich macht.

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