
Präventionskampagne «Ich bin sichtbar»
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV engagiert sich seit Jahren in der Unfallprävention. Heute hat er auf dem Waisenhausplatz in Bern die Präventionskampagne «Ich bin sichtbar» lanciert. Selbstreflektierende Jacken sollen Fussgänger und andere langsame Verkehrsteilnehmer nachts und bei schlechten Sichtverhältnissen besser kenntlich machen.
Zürich, 28. September 2004 – Bei Nebel oder Dunkelheit steigt das Unfallrisiko für Fussgänger, Jogger, Inline-Skater oder Radfahrer um das Dreifache; bei Regen, Schnee und Blendung um das Zehnfache. Mit der Abgabe von 15'000 selbstreflektierenden Jacken will der SVV einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten und die Öffentlichkeit für die Gefahren durch schlechte Sichtbarkeit sensibilisieren. Die Jacken werden im Oktober in städtischen Zentren in Zusammenarbeit mit Coop City an mehreren Promotionstagen für einen Selbstkostenbeitrag von 20 Franken an die Bevölkerung abgegeben.
Der SVV blickt auf ein langes Engagement in der Unfallprävention zurück. Die zunehmenden Nichtberufsunfälle und der stark gestiegene Schadenaufwand pro Unfall lassen der Prävention einen erhöhten Stellenwert zukommen. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Freizeitunfälle belaufen sich auf rund 11,5 Mia. Franken pro Jahr. Das sind 4 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Allein auf den Strassenverkehr entfallen 6 Mia. Franken.
Die Finanzierung der Freizeitsicherheit erfolgt über Prämienzuschläge der Nichtberufsunfallversicherung und der Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Der SVV arbeitet in der Prävention eng mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu sowie dem Fonds für Verkehrssicherheit FVS zusammen.