Anhaltendes Wachstum der Schweizer Privatassekuranz

Die Schweizer Assekuranz bleibt auf Wachstumskurs

Zürich, 27. Januar 1999 – 1998 erhöhten sich die Prämieneinnahmen der Privatversicherer im direkten Schweizergeschäft (d.h. ohne Rückversicherung) um über 7% auf 47,5 Mrd. Fr. (im Vorjahr 44,3 Mrd. Fr.). In der Lebensversicherung stieg das Prämienvolumen um 10% auf 34 Mrd. Fr. (30,9 Mrd. Fr.), unter anderem als Folge sehr hoher Abschlüsse von Einmalprämien-Versicherungen im 1. Quartal 1998. Im Nichtlebenbereich stellte sich die Zunahme auf 1% (13,5 Mrd. gegenüber 13,4 Mrd. Fr. im Vorjahr). Schadenverlauf und Kostenentwicklung waren günstig, so dass in vielen Versicherungszweigen befriedigende technische Ergebnisse resultierten. Das Finanzgeschäft erbrachte wiederum namhafte Erträge. Insgesamt wird das Versicherungsjahr 1998, wie der Vizepräsident des Schweizerischen Versicherungsverbands SVV, Dr. H.J. Frei («Winterthur»), am Medienkolloquium vom 27. Januar 1999 darlegte, in Bezug auf das Schweizergeschäft als gut bezeichnet.

Weltweit erzielten die Schweizer Versicherungsgesellschaften (inklusive Niederlassungen und Tochtergesellschaften im Ausland) 1998 in der Direkt- und der Rückversicherung Prämieneinnahmen von 123,9 Mrd. Fr. oder 4% mehr als 1997 (119 Mrd. Fr.). Vom gesamten Prämienvolumen entfielen 48,6 Mrd. Fr. oder 39,2% auf die Schweiz, 51 Mrd. Fr. oder 41,2% auf die EU-Länder und 24,3 Mrd. Fr. oder 19,6% auf das übrige Ausland.

Am Medienkolloquium von Zürich referierte neben Dr. H.J. Frei der SVV-Präsident Prof. Dr. R. Jagmetti; er befasste sich mit aktuellen Gesetzgebungsfragen, u.a. mit dem 3-Säulen-System, mit Gen-Lex, mit dem Versicherungsaufsichts- und dem Versicherungsvertragsrecht. M. Weisskopf («Rentenanstalt/Swiss Life») ging speziell auf die schwerwiegenden Fragen des Mindestzinses und des Umwandlungssatzes in der 2. Säule ein. P. Eckert («Zürich»), Präsident des Comité Européen des Assurances CEA, stellte dessen Rolle im vereinigten Europa dar.

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