Wertvolle Uhr bei Sturz beschädigt – wie versichert?

Ich besitze eine etwa zehntausend Franken teure Armbanduhr. Was passiert, wenn ich stürze und die Uhr deswegen einen irreparablen Schaden erleidet? Könnte ich auf Leistungen meiner Versicherung zählen?

Bei der Schadenerledigung kommt es darauf an, ob Sie eine sogenannte Wertsachenversicherung für Ihre Uhr abgeschlossen haben oder ob Sie nur über eine traditionelle Hausratversicherung verfügen. Eine Hausratversicherung versichert normalerweise die Sachen des privaten Gebrauchs gegen Feuer-, Diebstahl- und Wasserschäden. Beschädigungen fallen also nicht unter den Versicherungsschutz durch herkömmliche Hausratversicherungsprodukte. Zudem bestehen in der Hausratversicherung in der Regel Leistungsbegrenzungen bei Wertsachen, die auch für teure Uhren gelten. In einer Wertsachenversicherung sind dagegen neben Feuer-, Diebstahl- und Wasser-schäden unter anderem auch die Zerstörung oder die Beschädigung der versicherten Wertsache gedeckt.

Schutz durch die Wertsachenversicherung

Die Schweizer Versicherer bieten für Schmuck- oder andere Wertsachen – wie Bilder, Musikinstrumente, Hi-Fi- und Home-Cinema-Geräte, Notebooks, Flachbildschirme, Uhren etc. – speziell konzipierte Versicherungsprodukte an, deren Deckungsumfang dem erhöhten Schutzbedürfnis für die wertvollen Objekte Rechnung trägt. Die Versicherungssumme wird in der Wertsachenversicherung in der Regel für jede versicherte Sache einzeln vereinbart; sie entspricht dem aktuellen Wiederbeschaffungspreis des Objekts. Diesen für die versicherte Sache vereinbarten Preis sollten Sie regelmässig durch einen Fachmann überprüft lassen. Bei Wertsteigerungen des Objekts wäre die Police entsprechend anzupassen, um eine mögliche Unterdeckung im Schadenfall zu vermeiden. Damit Ihre teure Armbanduhr auch gegen Beschädigungen bzw. eine Zerstörung versichert ist, sollte Sie also eine Wertsachenversicherung abschliessen – Ihr Versicherungsberater wird Ihnen hierzu eine risiko- und bedarfsgerechte Lösung vorschlagen.

Letzte Aktualisierung am 19. April 2017