FIS-Regeln beim Wintersport beachten – wieso?

Auf einem Skiausflug haben wir bei der Bergstation eines Skilifts eine Tafel entdeckt, welche darauf hinweist, dass alle Skifahrer und Snowboarder die 10 FIS-Regeln respektieren sollen. Sind diese Regeln für alle verbindlich?

Die 10 FIS-Verhaltensregeln sind da, um Unfälle auf den Ski- und Snowboardpisten zu vermeiden. Sie sind vom Internationalen Skiverband (FIS) erlassen worden. Es handelt sich dabei nicht um Rechtsnormen, sondern um Verhaltensregeln, die als Massstab für die im Schneesport üblicherweise zu beachtende Sorgfalt gelten. Sie werden ergänzt durch die Richtlinien für Skifahrer und Snowboarder der Schweizerischen Kommission für Unfallverhütung auf Schneesportabfahrten (SKUS). Den Gefahren auf den Skipisten kann nur durch solch festgeschriebene und breit veröffentlichte Regeln begegnet werden. Wenn sich alle Skifahrer und Snowboarder daran halten, gibt es mehr Sicherheit auf den Pisten.

Anerkannte und bewährte Verhaltensnormen

Gerichte, die sich mit den Folgen von Kollisionen und anderen Unglücksfällen auf den Pisten befassen müssen, legen ihrer Beurteilung denn auch meist die 10 FIS-Regeln zu Grunde. Es liegt also im eigenen Interesse des Skifahrers oder Snowboarders, beim Wintersportvergnügen nicht gegen diese bewährten Verhaltensnormen zu verstossen. Sollte ein Unfall auf eine schuldhafte Verletzung von FIS-Regeln zurückzuführen sein, so kann der Unfallverursacher für Unfallschäden haftbar gemacht werden.

Letzte Aktualisierung am 19. Dezember 2016