Elektrovelo – wie gegen Haftpflicht und Diebstahl versichern?

Ich habe ein Elektrovelo gekauft. Muss ich für die Haftpflicht eine spezielle Versicherung abschliessen oder genügt meine Privathaftpflichtversicherung? Und wie kann das E-Bike gegen Diebstahl versichert werden?

Elektrofahrräder (E-Bikes) mit einer elektrischen Tretunterstützung bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und einer maximalen Nennleistung von 0,25 kW gelten als Leicht-Motorfahrräder (Art. 18 lit. a der Verordnung vom 19. Juni 1995 über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge VTS). Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung über 25 km/h werden je nach technischen Eigenschaften als Motorfahrräder mit Erleichterung nach Art. 175 Abs. 1bis VTS oder als gewöhnliche Motorfahrräder (Mofa) eingestuft. Leicht-Motorfahrräder sind bezüglich Haftpflichtversicherung den Fahrrädern gleichgestellt. Für sie musste bis anhin eine Velovignette gekauft werden – seit Anfang 2012 fällt dies weg, und die Haftpflicht kann neu über die Privathaftpflichtversicherung gedeckt werden. Falls Ihr E-Bike jedoch als Mofa gilt, müssen Sie dieses durch ein Fachgeschäft prüfen lassen; entspricht Ihr Fahrzeug den Vorschriften, so erhalten Sie in vielen Kantonen eine vom Händler abgestempelte und unterschriebene Bestätigung, mir der Sie die Vignette und das Kontrollschild bei der zuständigen Stelle Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung beziehen können. In einzelnen Kantonen geben die autorisierten Fachgeschäfte das Kontrollschild und die Vignetten auch direkt ab.

Diebstahl über Hausrat- oder Teilkaskoversicherungen gedeckt

Bei den meisten Versicherungsgesellschaften können Sie Ihr Elektrofahrrad in der Hausratversicherung gegen Diebstahl und auch gegen Feuer- und Wasserschäden versichern. Einige Versicherer bieten auch eine Teilkaskoversicherung für E-Bikes an, welche diese Risiken deckt. Fragen Sie Ihren Versicherungsberater.

Letzte Aktualisierung am 17. April 2012